Mp3tag: Anleitung auf Deutsch (Tutorial) und Changelog zum Programm (2024)

Mp3tag: Tutorial zur kostenlosen Musik-Software

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Mp3tag rettet Audioliebhabern den Tag – indem es durch das Hinzufügen von Extra-Informationen in Dateien dafür sorgt, dass die Unterhaltungswerke informationell ergiebig(er) sind.

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Uhr

Sebastian Kolar

Mit der Freeware "Mp3tag" taggen Sie Ihre Audiodateien, versehen sie also mit Stichwörtern. Das funktioniert durch manuelles Eintragen oder per (Offline-)Automatik. Es lässt sich sogar die Schreibweise von Dateinamen anpassen.

Zusätzliche Daten, die Dateien anreichern, nennt man Tags. Es gibt sie bei Files verschiedener Art – insbesondere bei MP3-Audio und im Bildersegment. Bei Audio ist von ID3-Tags die Rede, während EXIF den Standard für Meta-Daten alias Tags bei Bildern bildet. Auch verschiedene Microsoft-Office-Dateiformate kennen Tags. Diese sind mitunter verräterisch und man möchte sie vor dem Versenden entsprechender Files an andere gern loswerden. Windows hält hierfür in den Dateieigenschaften die nötigen Mittel bereit. Was das Betriebssystem hingegen nicht leistet, ist, MP3-Audiodateien automatisch zu taggen. Dabei wären ein paar zusätzliche Informationsschnipsel beim Hören des Contents durchaus ein Zugewinn.

Praktisch ist, dass in MP3-Dateien eingebettete Tags das Sortieren der Elemente im Windows Explorer erlauben, wenn dieser in die Details-Ansicht mit Spaltenüberschriften geschaltet ist. Smartphone-Musik-Player-Apps sind ebenfalls in der Lage, die Zusätze anzuzeigen. Das sind aber nicht alle Apps und manche der Schnipsel bleiben dabei außen vor.

Mp3tag (taggt bei bequemerer Bedienung als Windows)

Download

Mit Windows-Bordmitteln bereichern Sie MP3s nur händisch um Tags, indem Sie die Eigenschaften der gewünschten Multimedia-Dateien aufrufen. Bei einer kleinen Menge an Files mag das klargehen, bei einer ausgedehnten Song-Sammlung hingegen ziehen zu viele Minuten ins Land, als dass es sich lohnen würde, hier manuell anzusetzen. Die Lösung ist Software vom Schlage Mp3tag: Solche Anwendungen erlauben analog zum Betriebssystem das manuelle Taggen. Vor allem aber geschieht das Prozedere dank alternativer Automatisierung so komfortabel, dass Sie nach dem Anstoßen keinen Finger zu krümmen brauchen. Das spart obendrein Zeit.

Es gibt Menschen, die Multimedia-Inhalte einfach nur konsumieren wollen. So jemand interessiert sich nicht dafür, wie Interpret, Album und Genre heißen sowie wann das Erscheinungsjahr von Titeln war. Genau diese Interna fügt Mp3tag hinzu respektive das Tool erlaubt es, sie zu editieren. Selbst wenn Ihnen all das Genannte egal ist: Die Anwendung lohnt sich mit Blick auf weitere Funktionen dennoch. Mit denen ist es möglich, Dateinamen in ihrer Groß- und Kleinschreibung zu ändern und Playlisten anzulegen.

Mp3tag: Das bringt die aktuelle Version 3.17

Die aktuelle Mp3tag-Version 3.17 hat laut Homepage-Newsticker des Anbieters ein paar Verbesserungen im Gepäck: "mit neuen Konfigurationseinstellungen für das Startverzeichnis und Genres im Tag-Panel, leichterer Zugriff auf Funktionen zu Album-Covern (...) Fehlerbehebungen und Änderungen". Der englischsprachige

Changelog

nennt im Detail alle Fixes und neuen Funktionen.

Mp3tag-Tutorial: Tipps für den Einstieg

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Ziehen Sie aus dem Windows Explorer eine MP3-Datei, deren Innereien Sie einsehen und bearbeiten möchten, in Mp3tag. Markieren Sie mehrere zu importierende MP3s im Vorfeld mit [Strg]+[Mausklick] und ziehen Sie die Song-Sammlung dann gebündelt in das Interface. Wenn Sie anders vorgehen, also ein MP3 in das Tool befördern und danach ein weiteres, ersetzt die zweite eingeladene Datei die schon vorhandene in der Tagging-Umgebung. Das ist manchmal nützlich, aber nicht immer in Ihrem Sinne. Alternativ bietet es sich an, ganze Ordner zu importieren: Drag & Drop macht es möglich und führt Mp3tag die darin enthaltenen Dateisystem-Elemente zu.

Markieren Sie den Eintrag eines Files in Mp3tag, um manuell Tags einzufügen oder vorhandene abzuändern. Klicken Sie in den weißen Bereich im Hauptfensterteil, fragt die Anwendung, ob Sie die Änderungen speichern wollen. Das bejahen Sie. Sodann finden sich die eingetragenen Infos sowohl in den Dateieigenschaften des betreffenden Files (per Doppelklick bei gedrückter Alt-Taste aufzurufen) als auch in der Details-Ansicht im Windows Explorer im betreffenden MP3-Verzeichnis. Die informationell ergiebigste Windows-Explorer-Ansicht der Details schalten Sie ein, indem Sie im betreffenden Explorer-Ordner einen Rechtsklick auf eine freie Stelle tätigen und im Anschluss "Ansicht > Details" wählen. Bleibt noch eines zu tun: Sie klicken eine der vorhandenen Spaltenüberschriften mit der rechten Maustaste an, woraufhin Sie unten dem Link "Weitere" folgen und in einem Windows-Pop-up-Fenster sodann Häkchen vor allen gewünschten Rubriken setzen.

Letztere erscheinen in der Folge im OS-Dateimanager als Spaltenüberschriften. Entsprechende Infos treten in den betreffenden Spalten zutage, sofern sie in Ihren Files eingearbeitet sind. Des Weiteren ändern Sie die Reihenfolge der angezeigten Dateien nun gemäß ihrer Tags vielfältig, indem Sie die betreffenden Spaltenüberschriften anklicken.

Bearbeiten und einfügen lassen sich mit Mp3tag die folgenden Tags:

  • Titel
  • Interpret
  • Album
  • Jahr/Track/Genre
  • Kommentar
  • Album-Interpret
  • Komponist
  • CD-Nummer

Manche Radio-Aufnahmeprogramme taggen automatisch. Das ist praktisch, doch längst nicht jedes Programm fügt zusätzliche Informationen von selbst hinzu. Deswegen lohnt es sich unter Umständen, Fehlendes – sofern bekannt – nachzutragen. Ein Beispiel für eine gute Software, die von ihr neu erzeugte Files eigenständig verschlagwortet, ist

StreamWriter

. Die Anwendung zapft Online-Radiostationen an und zeichnet von ihnen auf.

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Die besten kostenlosen Mediaplayer

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Automatisch taggen: Tags aus Dateinamen extrahieren (oder umgekehrt)

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Liegt Ihnen eine MP3-Datei vor, die bereits ordentlich getaggt, deren Dateiname aber nicht tipptopp ist? Auf Wunsch benennt Mp3tag das Stück um – wobei Sie die Infos für den neuen Dateinamen aus den enthaltenen internen Stichwörtern heranziehen. Ziehen Sie die betreffende Datei ins Programmfenster, stellen Sie sicher, dass die entsprechende Zeile in der Oberfläche markiert ist, und wählen Sie oben "Konverter" sowie "Tag – Dateiname > OK".

Eine Datei ist nicht hinreichend getaggt, ihr Name gibt es aber her, Stichwörter zu extrahieren und sie in die Meta-Informationen zu schreiben? Dann importieren Sie das Element und gehen Sie im Programm bei markiertem File-Eintrag oben auf "Konverter > Dateiname – Tag".

Über "Tag-Quellen" lassen sich Tags aus dem Internet abrufen und einfügen – theoretisch. Nützlich ist das, wenn es denn funktionieren würde, was es in unseren Stichproben oft genug nicht ordentlich tat. Das Feature ist praktisch, wenn Sie die passenden Stichwörter selbst nicht kennen. Zum Auto-Taggen empfehlen wir eher andere Software, gute Erfahrungen haben wir mit Abelssoft Tagman (kostenpflichtig) gemacht. Als lohnenswerte Gratis-Alternativen, die in unseren Stichproben souverän ohne Nutzereingaben taggten, sind uns

Mp3TagsForTracks

und

MusicBrainz Picard

aufgefallen.

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Die besten kostenlosen MP3-Programme

Foto: COMPUTER BILD

Schreibweise von Dateinamen/Tags ändern

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Per Rechtsklick auf eine Datei und der Wahl von "Aktionen" gelangen Sie in einen Dialog, in dem Sie bestimmen, auf welche Weise die Anwendung eine automatische Umbenennung vornehmen soll. Es stehen zahlreiche Optionen bereit, sodass sich zum Ausschöpfen von alledem eine Einarbeitung empfiehlt. Unter anderem gelingt es hier, alle Buchstaben in der Dateibezeichnung zu groß- oder kleingeschriebenen Zeichen zu machen. Das erlaubt es, bei File-Namen, die aus mehreren Wörtern bestehen, für eine Vereinheitlichung zu sorgen.

Das Anklicken von "Extras > Optionen" in der Menüleiste fördert ein Config-Pop-up zutage, in dem Sie Mp3tag individualisieren. Optischen Aufwand geben Sie dem Tool durch das Umstellen hin zu einem Dark Mode (zu bewerkstelligen über "Darstellung", wo Sie bei "Farbmodus" die Option "Dunkel" wählen).

Playlists erstellen

Playlists alias Playlisten sind Begleitdateien, die selbst keine Musik enthalten, jedoch Verweise auf solche Dateien. Die Abspiellisten legen die Reihenfolge für die Wiedergabe fest. Vorausgesetzt, Sie löschen Ihre Tracks nicht, öffnen Sie in einem Media-Player-Tool eine Playlist-Datei und bekommen die gewünschten Stücke hintereinanderweg zu hören. Hierfür markieren Sie in Mp3tag eine Handvoll Datei-Einträge und gehen danach oben auf "Datei > Playlist (ausgewählte Dateien)". Im Standard entsteht eine M3U-Datei, per "..."-Symbol lässt sich alternativ ein Unicode-Playlist-File (M3U8) erzeugen.

Mp3tag herunterladen

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ID3-Tags auf FAT32- und NTFS-Speichern möglich

MP3-Tags alias ID3-Tags sind übrigens ähnlich wie

ADS-Daten

(Alternate Data Stream, alternative Datenströme) Anreicherungen für Dateien. Im Unterschied zu den ADS-Inhalten sind die Musik-Informations-Boni nicht an ein bestimmtes Dateisystem geknüpft. Soll bedeuten: Während sich Dateien mit ADS-Extras nur auf NTFS-formatierten Datenträgern speichern lassen und der ADS-Content beim Kopieren auf ein FAT32-Laufwerk verloren geht, ist es kein Problem, dass ID3-angereicherte MP3s auch auf FAT32-Drives Bestand haben.

As an enthusiast and expert in music software, particularly Mp3tag, I bring a wealth of knowledge and hands-on experience to guide you through the intricacies of this powerful tool. Mp3tag is a freeware that plays a crucial role in enhancing the informational richness of audio files by adding extra information to them.

The article discusses the key functionalities of Mp3tag, emphasizing its ability to manually add tags to audio files or employ an offline automation process. Tags, additional data enriching files, are prevalent in various file types, such as MP3 audio files (ID3 tags) and images (EXIF tags). Mp3tag stands out by providing a more convenient tagging experience than the built-in Windows tools, especially when dealing with extensive song collections.

The tutorial delves into the steps of using Mp3tag, highlighting its efficiency in sorting elements in the Windows Explorer and making additional information visible in smartphone music player apps. It emphasizes that embedded tags in MP3 files enable easy sorting, and the article touches upon the significance of these tags in enhancing the overall music listening experience.

Furthermore, Mp3tag's capabilities go beyond manual tagging, allowing users to edit or add information such as title, artist, album, year, track number, genre, and more. The article also introduces the latest version of Mp3tag (3.17) and its improvements.

The tutorial provides practical tips for getting started with Mp3tag, including importing MP3 files, creating playlists, and utilizing features like converting tags to filenames and vice versa. It also mentions the option to extract tags from the internet, although it suggests alternative software for auto-tagging.

Additionally, the article covers the ability of Mp3tag to change the case of filenames and tags, offering users a range of options for automatic renaming. It also discusses customizing Mp3tag through the "Extras > Options" menu and introduces the concept of playlists, explaining how to create them using Mp3tag.

In a final note, the article touches upon the compatibility of ID3 tags (used by Mp3tag) with FAT32 and NTFS file systems, highlighting their flexibility compared to ADS (Alternate Data Stream) data, which is tied to specific file systems.

In summary, Mp3tag emerges as a powerful and user-friendly tool for music enthusiasts, providing a comprehensive set of features for organizing and enriching audio files with metadata.

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Author: Nicola Considine CPA

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Name: Nicola Considine CPA

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